Learnattack – Das Lernportal von Cornelsen und Duden

Die Lernplattform Nummer 1 für Schüler! Mit diesem selbstbewussten Titel brüstet sich Learnattack, das Online-Lernportal von Duden und Cornelsen. Doch hält das Angebot was es verspricht? Wir haben es ausprobiert.

Was ist Learnattack?

Learnattack ist ein Online-Lernportal für Schüler, welches von der Duden Learnattack GmbH betrieben wird und Teil der Franz Cornelsen Bildungsgruppe ist. Schüler können hier Aufgaben in 9 verschiedenen Fächern von der vierten Klasse bis zum Abitur absolvieren.
Darüber hinaus kann das erlernte Wissen in Klassenarbeiten und Tests überprüft werden. Stellt sich dabei heraus, dass noch Wissenslücken existieren, können diese mit Hilfe von Lernvideos und dem Schülerlexikon geschlossen werden. Reicht auch das nicht aus, steht für PremiumPlus-Kunden die Whatsapp-Hilfe zur Verfügung. Hier können individuelle Fragen per Whatsapp-Nachricht an qualifizierte Nachchilfe-Lehrer gestellt werden, die dann im Idealfall eine passende Erklärung liefern. Für Nutzer die kein Whatsapp nutzen können oder wollen besteht alternativ auch die Möglichkeit die Fragen per Mail zu stellen.

Bei der Anmeldung im Portal wird der/die Schüler*in zunächst mit dem persönlichen Dashboard begrüßt. Hier werden die letzten Aktivitäten sowie eine Zusammenfassung der wichtigsten Kennzahlen dargestellt. Um nun mit dem Lernen zu starten, kann der/die Schüler*in einen Lernweg, also eine vorgegebene, aufeinander aufbauende Abfolge von Erklärungen und Aufgaben auswählen. Diese können beispielsweise anhand ausgewählter Themenbereiche oder den vorgeschlagenen Aufgaben für eine bestimmte Klassenstufe ausgesucht werden.

Der Aufbau eines Lernweges folgt dann in der Regel einem ähnlichen Muster: Zunächst wird z.B. mithilfe eines Videos ein Sachverhalt erklärt, der dann in den nachfolgenden Schritten durch Übungen überprüft wird. Diese Übungen werden mit der Zeit schwieriger. Außerdem erfolgt die Überprüfung der Lösung automatisch und es erfolgt eine kurze Erklärung.

Die Übungen sind dabei durchaus interaktiv und einigermaßen abwechslungsreich gestaltet. So gibt es neben Lückentexten oder Multiple-Choice-Aufgaben beispielsweise auch Schaubilder, die „bearbeitet“ oder mit Markierungen versehen werden müssen.

Learnattack im Unterricht – Wie geht das?

Zum Einsatz im Unterricht für Lehrer oder ganze Schulen gibt es die Möglichkeit aus den existierenden Aufgaben individuelle Arbeitspakete zusammenzustellen, die dann zum Beispiel als Wochenplan per Mail an alle Schüler der Klasse versendet werden können. Deren Fortschritt kann dann der Lehrer wiederum in seinem Account verfolgen. Dem durchaus großen Potential für eine individualisierte Schülerbetreuung stehen jedoch an dieser Stelle nicht unerhebliche Datenschutzbedenken der Schüler gegenüber. Denn ob diese einer permanenten Überwachung ihrer Hausaufgaben uneingeschränkt positiv gegenüber stehen, darf zumindest angezweifelt werden.

Unsere Meinung

Learnattack bietet eine extrem umfangreiche Auswahl an qualitativ hochwertigen Übungen für eine vergleichsweise große Bandbreite an Fächern und Klassenstufen. Darüber hinaus finden sich jede Menge Erklärungen – entweder in eigenen Videos bzw. im Lexikon oder direkt als kurze Erklärung einer Lösung. Außerdem ist das Angebot technisch sehr gut umgesetzt, bietet ein ansprechendes Design und motiviert dadurch vor allem auch junge Menschen das Portal zu nutzen.

Allerdings sind uns beim Test auch einige negative Dinge aufgefallen. So sind die Ladezeiten bei der Nutzung durchaus länger als üblich, was den Nutzungskomfort einschränkt. Inhaltlich finden wir schade, dass Lückentexte nur die vorgegeben Antworten als richtig deklarieren – alternative Antworten, die durchaus auch passend wären, werden als fehlerhaft deklariert, was die Motivation deutlich dämpft. Außerdem werden bei Klassenarbeiten – anders als bei Übungsaufgaben – die Aufgaben nicht durch die Plattform korrigiert. Stattdessen wird lediglich bei Bedarf eine Musterlösung eingeblendet. Hier bleibt die Frage nach dem Mehrwert einer digitalen Plattform offen, wenn die Ergebnisse analog und händisch abgeglichen werden müssen.

Alles in allem kann Learnattack jedoch sicher für viele Schüler eine hilfreiche Ergänzung zum schulischen Unterricht darstellen, da Themen noch einmal anders aufbereitet und vielfältige Übungsaufgaben bereitgestellt werden.

Kosten

Eine so umfangreiche Plattform hat natürlich auch ihren Preis – und dieser ist im Fall von Learnattack durchaus erheblich.

Grundsätzlich bietet Learnattack zwei Tarife zur Auswahl: Premium und PremiumPlus. Der wesentlich Mehrwert im PremiumPlus-Tarif ist die Whatsapp-Hausaufgabenhilfe, die im Premium-Tarif nicht zur Verfügung steht. Außerdem stehen der Phase-6-Vokabeltrainer sowie ein zusätzlicher Elternbereich zur Verfügung.

Bei einer 6-monatigen Vertragslaufzeit schlägt der Premium-Tarif mit 32,90€ monatlich pro Schüler zu Buche. Bei einer längeren Vertragslaufzeit, kann die Gebühr jedoch bis auf die Hälfte reduziert werden. Für den PremiumPlus-Tarif werden monatlich pro Schüler nochmal 4-5€ zusätzlich fällig – wieder je nach Vertragslaufzeit.

Alternativ dazu können auch Schulen oder Lehrer*innen Lizenzen für ihre Schüler*innen erwerben. Hier liegen die Kosten je nach Vertragslaufzeit zwischen 2€ und 4€ pro Schüler*in pro Monat. Außerdem sind die Lizenzen für Lehrer*innen kostenfrei.

Erfahrungen

Was ist Ihre Meinung zu Learnattack? Haben Sie vielleicht bereits eigene Erfahrungen gesammelt? Dann lassen Sie uns an diesen in den Kommentaren oder per Mail teilhaben. Wenn Sie an weiteren digitalen Anwendungen für den Schulunterricht interessiert sind, finden Sie hier eine Übersicht.

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